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Presse-Echo

General Anzeiger Bonn
14. April 2003

Mehr Stühle für Kabul

Bonner Alma Mater will Partneruni im
wahrsten Sinn des Wortes "aufmöbeln"

Von Uschi Heidel

Bonn. "Stell' Dir vor, Du kommst in die Uni, kein Strom, kein Wasser, keine Sitzgelegenheit, keine Lehrbücher" - nicht vorstellbar für Bonner Studierende. Für ihre Kommilitonen in Kabul ist es die raue Wirklichkeit nach 23 Jahren Krieg.

Nun wollen die Bonner mit einer bundesweit bislang einzigartigen Spendenaktion die Partneruni im wahrsten Sinne des Wortes aufmöbeln. Unter dem Motto "Ein Stuhl für Kabul" rufen das Rektorat der Universität, der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) und die Deutsch-Afghanische Universitätsgesellschaft (DAUG) zur Solidarität auf.

"Das war sicherlich die erschütterndste Dienstreise meines Lebens", sagte DAUG-Präsident Professor Clas M. Naumann, als er vor einem Jahr Kabul das erste Mal nach vielen Jahren wieder besuchte.

Inzwischen ist er erneut vor Ort gewesen, doch die Verhältnisse auf dem Campus haben sich kaum geändert: Unbrauchbare, leer geräumte Labore, zerstörte Wandtafeln, fensterlose Hörsäle, keine Toiletten, Ruinen. An Experimente und praktische Übungen ist dort nicht zu denken.

Spontan hatte Naumann aus eigener Tasche hundert Stühle finanziert, damit die Studierenden wenigstens sitzen können. So wurde die Idee für die Spendenaktion geboren. Sie startet am 22. April und läuft bis zum 1. August.

Mit Hilfe der Fachschaften, Info-Veranstaltungen, Kuchenverkauf und Benefizpartys sowie spontanen Aktionen der Studierenden hofft der AStA, die Kommilitonen zur Spende zu bewegen. Für zehn Euro pro Stück können auf dem Basar in Kabul Stühle mit einem Schreibbrett gezimmert werden.

"Jeder Euro kommt in Kabul an und fließt nur in das Projekt", versichert Naumann, der auch der Kabul-Kommission der Uni vorsitzt. Er selbst wird die Stühle in der afghanischen Hauptstadt in Auftrag geben. "Natürlich ist das Motto ein Stuhl für Kabul symbolisch zu verstehen", sagt Koordinator Uli Kindermann vom AStA.

Stühle, aber auch vieles andere, was dringend für eine funktionierende Infrastruktur notwendig ist, sollen mit dem Geld ermöglicht werden.

Vor allem wollen die Bonner denjenigen Fakultäten unter die Arme greifen, mit denen seit langem enge Verbindungen bestehen: Die Natur- und die Geowissenschaften, aber auch die Wirtschaftswissenschaften sollen gefördert werden. Das Rektorat habe die Idee sofort unterstützt, betont Prorektor Professor Andreas Hirner.

Die Beziehungen zwischen der Uni Bonn und der einst exzellenten, durchaus mit Westniveau vergleichbaren Uni Kabul existieren seit Jahrzehnten. Da sei Solidarität gefragt. Naumann betont: "Bonn ist eine Stadt, die Afghanistan zugewandt ist. Unsere Kollegen in Kabul setzen auf uns."


Kölnische Rundschau
14. April 2003

Universität Bonn sammelt Spenden:
„Ein Stuhl für Kabul”

Zerstört ist der größte Teil der Einrichtung und der Lehrmittel. Betroffen sind vor allem die Naturwissenschaftler - Laborarbeit und Experimente sind unmöglich.

Bonn (dpa/lnw) - Mit der Initiative "Ein Stuhl für Kabul" will die Universität Bonn den Wiederaufbau der Partner-Universität in Kabul unterstützen. Die Situation vor Ort sei immer noch katastrophal, sagte Clas Naumann von der Deutsch-Afghanischen Universitätsgesellschaft am Freitag in Bonn. Vergangenes Jahr habe er die Möglichkeit gehabt, sich in Kabul über die Lage zu informieren."

Die Hörsäle haben keine Fensterscheiben, es existieren fast keine Stühle und die Stromversorgung ist nur mangelhaft." Deshalb habe er zusammen mit dem Bonner Rektorat und dem Asta Bonn die Initiative ins Leben gerufen. "Wir erhoffen uns viele Patenschaften für die Universität Kabul. Für nur zehn Euro kann in Kabul ein Stuhl gebaut werden.

Natürlich dürfen die Leute auch mehr spenden." Damit werde nicht nur die Universität, sondern auch die afghanische Wirtschaft unterstützt, sagte Naumann.


Badische Neueste Nachrichten
7. August 2003

Mehr als einen Stuhl für die Universität Kabul

von Thomas Zimmer

Stell Dir vor, Du kommst in die Uni - und es gibt keine Stühle! Absurd? Nein. Der Universität in Kabul (Afghanistan) fehlt so ziemlich alles, was für einen geordneten Lehrbetrieb notwendig ist. Nach dreiundzwanzig Jahren Bürgerkrieg gibt es an der Universität keine Lehrbücher in der Landessprache, von digitalen Medien ganz zu schweigen. Aber wie soll eine demokratische Zivilgesellschaft aufgebaut werden, wenn der Bildung die elementarsten Voraussetzungen fehlen? Das fragte sich der Bonner Professor Clas Naumann, Leiter des renommierten Museums Koenig und Präsident der deutsch-Afghanischen Universitätsgesellschaft. Und rief die Aktion "Ein Stuhl für Kabul" ins Leben. Ganz konkret finanziert jeder Spender mit 10 Euro einen Stuhl, mit 25 Euro einen Tisch, mit 50 Euro einen Schrank und mit 100 Euro eine Wandtafel.

Friedbert Theune, Fachbereichsleiter an der Karlsruher Volkshochschule, feierte im Juli seinen 60. Geburtstag und war auf der Suche nach einem "sinnvollen Projekt", das seine Gäste mit einer Spende unterstützen konnten. Hansjörg Frommer, der ehemalige pädagogische Leiter der VHS, machte Theune auf das Projekt aufmerksam, der war begeistert von dieser Idee. Inzwischen konnte er immerhin schon 600 Euro ("27 Stühle, 7 Tische, 1 Schrank und 1 Tafel") auf das Spendenkonto überweisen. Teils kamen die Spenden aus seiner "privaten Sammelaktion", teilweise hatte er bei VHS-Kollegen geworben. Das reicht Theune aber noch nicht: Mit Beginn des neuen Semesters Ende September will er die Werbetrommel für das Projekt auch in den VHS-Kursen seines Fachbereichs rühren.

"Ich möchte es aus dem mehr privaten Bereich an die Öffentlichkeit kriegen", sagt Theune. Und kann sich vorstellen, sein Anliegen auch bei der Karlsruher Universität zu propagieren. "Die genannten Preise für das Mobiliar sind ja eher symbolisch", meint Theune. Aber 10 Euro könne doch jeder Student lockermachen. Und neben der konkreten Vorstellung, was mit einer solchen Spende geschehe, habe man unter der Ägide von Clas Naumann auch die Sicherheit, dass alles dort ankommt, wo es hin soll.

Wer jetzt direkt spenden will, kann das unter der Kontonummer der Deutsch-Afghanischen Universitätsgesellschaft e.V. (DAUG) tun. Konto 825 129 466 bei der Postbank Dortmund BLZ 440 100 46


Frankfurter Allgemeine Zeitung
21. November 2002, Feuilleton Seite 40

BMZ? AA? GTZ? DAAD?

von Clas M. Naumann

Amina ist achtundzwanzig Jahre alt. Sie hat ihr Studium der Naturwissenschaften an der Universität Kabul 1994 begonnen. Damals, als in Kabul die Kämpfe tobten, die die Hälfte der Stadt in Schutt und Asche legten, verfrachteten die Professoren ihre Studenten in Omnibusse und ließen diese in nicht umkämpften Teilen der Stadt abstellen. Der Unterricht geriet notgedrungen zum Frontalunterricht. Lehrbücher, Demonstrationsmaterial, gar praktische Übungen haben diese Studenten nie erlebt. Nach dem Einmarsch der Taliban war es natürlich auch mit der Studienherrlichkeit für die Frauen vorbei.

Jetzt sitzt Amina mit etwa zweihundertfünfzig anderen Studierenden beiderlei Geschlechts in der Ruine des Chemischen Instituts. Nicht, weil man da noch experimentieren könnte, sondern weil sich hier der einzige Hoersaal der naturwissenschaftlichen Fakultät mit Sitzgelegenheiten befindet. Den Komfort des Sitzens bezahlen die Studierenden aber teuer: Der Hörsaal hat keine Fensterscheiben. Im Kabuler Spätherbst zieht der Wind eiskalt durch den Raum, Strom- und Wasserversorgung gibt es ebenfalls nicht; die Mudschahedin haben alle Wasser- und Elektroinstallationen aus den Wänden gerissen und als Altmetall nach Pakistan verkauft.

Nun wäre es unter Kabuler Verhältnissen gar nicht so teuer, im Hörsaal wenigstens Fensterscheiben einzusetzen und eine Elektroversorgung einzurichten. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) hat immerhin aus Mitteln des Auswärtigen Amtes ein umfangreiches Hilfsprogramm für Afghanistan aufgelegt. Afghanische Hochschullehrer aller Fakultäten wurden und werden zu summer (und winter) schools nach Deutschland geflogen. Dort nehmen sie an Intensivkursen teil, die ihnen den Anschluss an die moderne Welt der Wissenschaft ermöglichen sollen. Kleinere Gerätespenden fördern den zügigen Wiederaufbau des Lehr- und später auch des Forschungsbetriebes. Damit nicht genug: Aus dem gleichen Programmpaket werden bereits erste deutsche Kurzzeitdozenten für einige Wochen oder Monate nach Kabul entsandt. Allerdings: Gelegenheit, die neuen Geräte im Unterricht einzusetzen, finden sie dort nicht. Die deutsche akademische Wiederaufbauhilfe für die Universität ist nämlich so gestrickt, dass sie jegliche Unterstützung bei der Wiederherstellung einer auch nur minimal funktionsfähigen Infrastruktur a priori ausschließt. Aus haushaltsrechtlichen Gründen, wie es so schön heißt. So steht den afghanischen Hochschullehrern denn in Kürze eine ganze Reihe hochmoderner Geräte ins Haus; die paar tausend Euro, die man aber benötigte, um eine Sanierung wenigstens einiger Hörsäle und Unterrichtsräume durchzuführen, bleiben im deutschen Kompetenzwirrwarr hängen.

Das feingewebte Tuch, das die Bundesregierung auf der Geberkonferenz in Tokio für den Wiederaufbau ziviler Strukturen in Afghanistan bereitgelegt hat, wurde nämlich sogleich wieder zerschnitten: in einen größeren, dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) zufallenden und einen kleineren, vom Auswärtigen Amt verwalteten Teil. Dieses wiederum hat, da es ja im akademischen Bereich über keine eigenen Kompetenzen verfügt, die Universitätstranche an den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) vergeben, die nun den Vorgaben des Bewirtschaftungs- und Zuwendungsrechtes unterliegt. Und da sind - leider - Mittel für den technischen Wiederaufbau der Universitäten nicht vorgesehen. Aus den Mitteln des BMZ lässt sich auch nichts machen: Universitäten fallen absprachegemäß nicht in seinen Kompetenzbereich.

Die deutschen Hochschullehrer in Kabul haben den Staketenlauf zwischen DAAD, Auswärtigem Amt und BMZ rasch drangegeben: Kurz entschlossen beschafften sie die erforderlichen Elektro-Utensilien auf eigene Kosten und begannen mit der Sanierung einiger Arbeitsräume.

Amina und ihre etwa eintausendvierhundert Kommilitoninnen an der Universität Kabul haben noch mit ganz anderen Problemen zu kämpfen. Kaum eine westliche Hilfsorganisation, die sich nicht dem großen Thema gender issue, den Frauenrechten, verschrieben hätte. Da werden Seminare veranstaltet, Rednerinnen und Redner mal von Europa nach Afghanistan, mal von Afghanistan nach Europa verfrachtet. Glücklicherweise weiß Amina nichts davon. Sonst würde sie sich nämlich fragen, ob es denn nicht möglich wäre, ein oder zwei solcher Veranstaltungen weniger abzuhalten und statt dessen auf dem Universitätscampus wenigstens einfachste Toiletten für den weiblichen Teil der afghanischen Universitätswelt aufzustellen. Für die jungen Frauen ist das ein großes Problem. Dass die Betroffenen über das Thema nicht sprechen, mag unter den Bedingungen der afghanischen Gesellschaft verständlich erscheinen. Dass aber niemand aus der so an gender issues interessierten internationalen donor society das Thema aufgreift, ist ein Skandal. Kein Wunder, dass die Studenten dieser Tage gegen die Vernachlässigung ihrer Lebensbedingungen durch die Geber-Gemeinschaft demonstriert haben.

Sitzgelegenheiten gibt es nach der vollständigen Zerstörung der Infrastruktur der Universität nur noch in sehr begrenztem Masse. Die Universität Kabul benötigt allein für die jetzt zugelassenen Studenten rund fünftausend Stühle. Deutsche Hochschullehrer haben aus eigenen Mitteln die ersten Stühle gestiftet. Sie verhindern damit, dass etwa - wie an der Amani-Oberrealschule - teure Stühle aus Europa herbeigeschafft werden. Die kann man nämlich mittlerweile auch in Kabul bauen lassen, das Stück zu zwölf Euro. Einschließlich Transport kosten Stühle aus Deutschland in Kabul hingegen gute fünfzig Euro. Gab es da nicht einmal das Wort von der Mittelstandsförderung zum Aufbau einer neuen zivilen Gesellschaft in Afghanistan?

Ohnehin gibt die 1924 gegründete deutschsprachige Amani- Oberrealschule Anlass zu Kopfschütteln. Nun dürfen immerhin zwanzig der an dieser Schule über Jahre verbliebenen afghanischen Lehrer zu Fortbildungskursen in die Bundesrepublik reisen. Nur ein Mann ist davon ausgeschlossen: der stellvertretende Schulleiter, der während der Jahre des Bürgerkriegs und der Taliban durch mutigen Einsatz die Fortexistenz der Schule ermöglicht hat und dem der Erhalt dieses Kleinods deutscher Kulturarbeit im Ausland zu verdanken ist. Obwohl er nach wie vor im Dienst ist, heißt es hinter vorgehaltener Hand, er sei zu alt.

Detlef Meyer-Oehme ist ein erfahrener Afghanistan-Kämpfer. Zweiundvierzig Jahre ist er mit der Amani- Oberrealschule verbunden, zunächst über viele Jahre als Lehrer, später als Förderer. Mit Freunden hat er den "Förderverein Amani-Oberrealschule Kabul e. V. (FAOK)" gegründet. Er und seine Frau Ruthild haben im Rahmen mehrerer waghalsiger Reisen die Schule auch während der Taliban-Zeit unterstützt und durch ihr moralisches und finanzielles Engagement dazu beigetragen, dass die Schule nicht geschlossen wurde, ja sogar, dass Deutsch weiterhin (neben Arabisch) als Fremdsprache im Unterrichtsplan erhalten blieb. Beide wissen sehr genau, wessen Einsatz auf afghanischer Seite zum Erhalt der Schule beigetragen hat. Dass ihre fachkundige Einschätzung der Lage, ihre landeskundlichen Kenntnisse und die vielen Beziehungen in die afghanische Gesellschaft heute nicht mehr gefragt sind, empfinden die beiden als schmerzlich.

Nochmals: gender issue. Auch dem Auswärtigen Amt ist natürlich an dem Thema gelegen. So wurde die mittlerweile in der InWentGesellschaft aufgegangene Carl -Duisberg-Gesellschaft mit der Abhaltung einer Konferenz zum Thema beauftragt. Als Konferenzort wurde die kasachische Hauptstadt Almaty gewählt. Deutsche Teilnehmerinnen und Teilnehmer reisten Ende Oktober nach Almaty, neun afghanische Teilnehmerinnen sollten sich über Islamabad auf den Weg machen. Mit der Organisation wurde eine afghanische Partnerorganisation der Carl-Duisberg -Gesellschaft in Gestalt eines leidlich Englisch sprechenden, siebenundzwanzigjährigen Medizinstudenten beauftragt. Dieser war mit einem Handy ausgestattet, aber nicht mit ausreichend Erfahrungen, um die erforderliche Kommunikation via EMail und Internet abzuwickeln. Die Mittel für die Reisekosten der Damen wurden im Büro der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) in Kabul deponiert. Zum Zeitpunkt der Abreise (23. Oktober) waren allerdings erst für zwei Afghaninnen Reisepässe und Visa für Kasachstan beantragt und in der kasachischen Botschaft in Islamabad hinterlegt. Dies allerdings nur, weil sich die beiden Damen aus eigenem Engagement darum gekümmert hatten. Die von deutscher Seite angekündigte Unterstützung versandete im Getriebe der Nichtzuständigkeiten. Die beiden verbliebenen Damen machten sich also auf den Weg nach Islamabad. Die Tickets bezahlten sie selbst, denn eine Auszahlung durch das Kabuler GTZ-Buero und die Partnerorganisation wurde ihnen verweigert. In Islamabad mit Verspätung angekommen, wurde der UN-Anschlussflug verpasst, so dass die verhinderten Teilnehmerinnen unverrichteterdinge nach Kabul zurückkehren mussten.

Hier glücklich wieder angekommen, kämpften sie Anfang November noch immer vergeblich um die Erstattung ihrer Reisekosten. Übrigens wurden für die Tagung in Almaty Kosten in Höhe von vierzigtausend Euro veranschlagt. Amina wuerde sich wohl fragen, wie viele Universitätsgebäude man mit diesen Mitteln hätte sanieren, wie viele Toilettenanlagen bereitstellen, wie viele Lehrbücher übersetzen koennen. Merkwürdig: Auf der Homepage der InWent GmbH sucht man vergeblich nach einem Bericht über den Erfolg der Tagung.

Noch eine Geschichte aus Absurdistan: Das wiedergegründete Goethe-Institut in Kabul sah sich trotz eines Jahresetats von einer Million Euro nicht imstande, dem Wunsch vieler Afghanen nach Deutschunterricht zu entsprechen. Es gebe keine geeigneten Lehrkräfte vor Ort, heißt es. "Sie interessieren sich für Deutsch oder den Unterricht Deutsch als Fremdsprache (DaF)? Wir bieten Ihnen international anerkannte Standards für den DaF-Unterricht, Sprachkurse, Prüfungen und Qualifikationen. Ausführliche Lehr- und Lernmaterialien zu Sprache und Landeskunde bieten wir zentral und weltweit in den Instituten an!" - heißt es auf der Homepage des Goethe -Instituts. Vielleicht liegt es an der schweren Zugänglichkeit des Internets in Afghanistan, dass sich diese Erkenntnis noch nicht bis nach Kabul herumgesprochen hat.

Der Autor ist Professor für Zoologie an der Universität Bonn, zugleich Direktor des Zoologischen Forschungsinstituts und Museums Alexander Koenig in Bonn. Er war von 1970 bis 1972 an der Universität Kabul tätig und gründete kürzlich die Deutsch-Afghanische Universitätsgesellschaft.






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